Mis padres son ciegos, aunque poseen unos lindos ojos; son sordos, aunque tienen unos buenos oídos; son mudos, aunque tienen una buena lengua.1 I. Ein Leben abseits der Gesellschaft I.1. Ehrgeiz und Notwendigkeit einer Repräsentation von Innen Nonato Rufino Chuquimamani Valer, von dem der obige Epigraph stammt, ist Quechua- lehrer2 an einer Grundschule im peruanischen Altiplano. Mit seinen Worten charakterisiert er den Alltag eines Lebens am Rande der Gesellschaft. Die zentralen Gegenüberstellungen in seiner Beschreibung veranschaulichen die Wirkung binärer Konzepte aus der Sicht der Be- nachteiligten und zeigen so metaphorisch die Hilflosigkeit derjenigen auf, die ihre Fähigkei- ten aufgrund ihrer Marginalität nicht leben oder entwickeln können. Hier, am Rande der Gesellschaft, nützten Augen nichts, um zu sehen, Ohren nichts, um zu hören und eine Zunge nicht, um zu sprechen. Es sei von diesem Ort aus nicht möglich, ein Außen wahrzunehmen, oder mit ihm zu kommunizieren. Aus dem Epigraph lässt sich