eBooks from Detlef Aufderheide
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Markt und Wettbewerb in ...
Wirtschaftsethische und moralökonomische Perspektiven für den Pflegesektor
by Detlef Aufde... and Martin Dabro...
Vorwort Die Sozialwirtschaft steht unter erheblichem Veränderungsdruck. Forciert durch fiskalische Probleme und die Entwicklung einer europäischen Wettbe- werbsordnung, zieht sich der Staat zunehmend aus der (Zuwendungs-)Finan- zierung zurück. Die traditionellen Anbieter sozialwirtschaftlicher Leistungen sehen sich wachsendem marktwirtschaftlichen Wettbewerbsdruck durch ge- winnorientierte private Unternehmungen ausgesetzt. Wie gut aber kann dieser Wettbewerb funktionieren auf einem Markt, der sich im Vergleich zu anderen Märkten durch eine Reihe von Eigenheiten ab- grenzt? Welche Auswirkungen hat beispielsweise die häufig fehlende Identität von Leistungsempfängern und Zahlern von Leistungen? Wie steht es um die enormen Schwierigkeiten der Leistungsmessung dort, wo emotionale Aspekte, Vertrauen und individuelle Zuwendung von großer Bedeutung für das Gelingen der individuellen Versorgung sind? Optimisten gehen davon aus, dass dieser Markt grundsätzlich wie jeder an- dere funktioniere, während Skeptiker meinen, dass ein wettbewerbliches Ange- bot scheitern müsse. Der vorliegende Band geht einen dritten Weg. Er geht der grundlegenden Frage nach, unter welchen Voraussetzungen der Wettbewerb
(2007)
Internetökonomie und Ethik.
Wirtschaftsethische und moralökonomische Perspektiven des Internets.
by Detlef Aufde... and Martin Dabro...
Vorwort Auch wenn nicht wenige Techniker das aktuelle Entwicklungsstadium der digital vernetzten Ökonomie – oder kurz: der Internetökonomie – mit der Früh- zeit des Automobilbaus vergleichen, ist die Entwicklung bereits sehr rasch und sehr weit fortgeschritten. Es gibt kaum eine Branche oder einen Wirtschaftsbe- reich – und möglicherweise kaum einen Bereich der Gesellschaft insgesamt –, in dem das Internet nicht weitreichende technische und organisatorische Ände- rungen ausgelöst hätte. Die Erbringung von Leistungen wandelt sich überall dort besonders rasch, wo diese Leistungen zum Teil oder vollständig in digitaler Form erbracht wer- den können. Daten, Texte und Bilder können in zuvor ungeahnter Zahl und Qualität gesammelt, transportiert und ohne örtliche Bindung oder zeitlichen Verzug auf Knopfdruck oder per Mausklick abgerufen werden. Insbesondere fällt auf, dass die neuen Möglichkeiten der Information und Kommunikation im öffentlichen wie im privaten Leben häufig ebenso intensiv wie anhaltend unre- flektiert genutzt werden. Dies ist einerseits gut nachvollziehbar:
(2009)

