5. Der Traum in derPassio Montani daher als Träume zu verstehen. Zudem besteht zwischen 5,1 und 11,1 (den beiden Traumberichten!) eine exakte grammatikalische Parallele. Sie verwenden jeweils ostensum est + Dativ + Infinitiv.38 Eindeutig als Visionen lassen sich 7,1-6; 8; 21,3f und 21,8 klassifizieren. Sie finden weder nachts noch im Schlaf statt. Entsprechend wird kein Aufwachen berichtet.39 Die nachfolgenden Betrachtungen sollen daher P.Mont. 5 und 11,1-5 ins Zentrum stellen. Die Visionsberichte sollen lediglich kurz daraufhin betrachtet werden, ob wesentliche Unterschiede zu den Traumberichten bestehen. Die formalen Aspekte der Offenbarungsberichte der P.Mont. lassen erkennen, dass sich eine bereits in der P.Mar. zu beobachtende Tendenz zur Vision fortsetzt. Die Offenbarungen der Märtyrer heben sich damit von der Tradition der klassischen antiken Traumberichte ab. Indem sie als Visionen gekennzeichnet werden,40 werden ihre Autorität sowie die Vollmacht der Märtyrer herausgestellt.41 5.3.2 Die Traumberichte der P.Mont. 5.3.2.1 Der Traum des Renus (P.Mont. 5) Nachdem die