Vorbemerkung Beim ersten Erscheinen dieses Buches 2003 hatte ich noch gehofft, dass die damals zu beobachtende, nicht selten antitherapeutisch wirkende Ent- wicklung im Maßregelvollzug hin zu einer extremen Betonung der Sicher- heit vor allem aktuellen Vorkommnissen geschuldet sei und sich im Lauf der Zeit wieder abschwächen werde. Inzwischen ist deutlich geworden, dass sich das Bedürfnis nach Sicherheit – auf fast allen Gebieten und gegenüber Straftätern ganz besonders – in der Bevölkerung verfestigt und die Politik entsprechend beeinflusst hat. Sowohl Mitarbeiter als auch Pa- tienten im Maßregelvollzug werden also in Zukunft mit dieser Gegeben- heit leben müssen. Das Ergebnis sind eine erhebliche Verlängerung der Verweildauer und – daraus resultierend – eine massive Erhöhung der Zahl der Untergebrachten. Es gibt im Umfeld des Maßregelvollzugs aber auch einige positive Ent- wicklungen, so etwa die Möglichkeit, dass bereits entlassene Patienten in Krisensituationen vorübergehend wieder in die Behandlung ihrer ver- trauten Therapeutinnen und Therapeuten zurückkehren