Einführung Einführung 1 Nicht nur Baudenkmale als Geschichtszeugnis erfordern einen durchdachten und behutsamen Umgang mit der vorhandenen Subs- tanz. Sondern es ist prinzipiell so, je genauer und vollständiger die Bausubstanz und ihr Zustand erfasst werden, desto effizienter und kostengünstiger können Erhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen geplant und ausgeführt werden. Veränderungen und Eingriffe können auf das wirklich Notwendige beschränkt werden. Das Erscheinungs- bild eines alten Bauwerkes kann erhalten bleiben. Insbesondere bei denkmalgeschützten Objekten kommt der Zustandserfassung und ‑beurteilung im Rahmen von Voruntersu- chungen eine große Bedeutung zu. Auf dieser Basis können behut- same Erhaltungsmaßnahmen geplant und ausgeführt werden. Dafür stehen eine Vielzahl unterschiedlicher Techniken und Methoden zur Verfügung. Dazu zählen neben dem Aktenstudium Bauaufnahmen, visuelle Begutachtungen, Bauteilöffnungen, die Entnahme von Mate- rialproben, der Einsatz moderner indirekter Erkundungsverfahren wie Radar und Mikroseismik und vieles mehr. Es hat sich in der Praxis gut bewährt, dass zerstörungsfreie und zer- störende Verfahren kombiniert eingesetzt werden. Für den