9 1. Einleitung Die Kunst zu nutzen – und zu erfreuen Sie gelten als das Knäckebrot des Zeitungsschreibers, als Strafbataillon des Zeitschriftenredakteurs. Und nur allzu oft sind sie auch so geschrieben. Doch gerade die Nutzwertthemen – von Nahrung bis Nordpolreisen, Hifi bis Haus- bau, Krebs bis Sex – sind zur Brot- und Butterbasis der meisten Zeitungen und Zeitschriften, vieler Radio- und TV-Beiträge und einer unübersehbaren Schar von Internet-Seiten geworden. Denn Nutzwertbeiträge leisten vor allem in Print-Medien, was Reportage und Nachricht, Kommentar und Feuilleton als journalistische Textsorten nicht bieten wollen oder können: Sie geben Ori- entierung, Hintergrund und praktische Tipps als jederzeit reproduzierbare Info, in persönlichem Tempo konsumierbar und vor allem – anders als bei vielen Beiträgen des unterhaltsamen Journalismus – profund und direkt für das eigene Leben nachvollziehbar dargeboten. Jeder liest sie, keiner preist sie. Dabei sind Sachtexte auf dem Wege, bestes Brot- und Buttergewerbe zu werden. Zeugnis dafür gibt