Vom nicht abgegebenen Schuss zum nicht erzählten Ereignis Schmid’sche Äquivalenzen Aage A. Hansen-Löve In einem jeden Schreiben – im literarischen wie dem literaturwissenschaft- lichen – lassen sich bei einiger Distanz und quasi aus der Perspektive der Flugarchäologie wiederkehrende Figuren und Ornamente entdecken, die den Charme des Beiläufigen mit der Strenge des Gesetzhaften teilen. Ein- geübt durch wiederholtes Lesen, ja Lehren Schmid’scher Schriften – wer von uns hat nicht in Einführungskursen etwa seine Erzählebenen oder Text- interferenzen vorgeführt – fallen einem da eine ganze Reihe von Denkmoti- ven ein, die in der Konfiguration und im Zuge eines jahrelangen handlich gewordenen Umgangs zu Steinen eines Großen Sprachspiels wurden und damit unweigerlich, wenn auch nicht ohne Weiteres, auch Existenzmuster anzudeuten scheinen. Es gibt deren eine ganze Reihe – nicht zu viele, aber auch nicht zu weni- ge: die Idee der Interferenz von Stimmen im Erzähltext, die mit dem ver- führerischen Ideologem der Dialogizität