1 Passives Netz 1.1 Netzstrukturen 1.1.1 Strukturierte Verkabelung Normen Die deutsche Normenserie DIN EN 50173 „Informationstechnik – Anwen- dungsneutrale Kommunikationsanlagen“ ist die Grundlage für eine strukturier- te Verkabelung. Sie basiert auf der internationalen Norm ISO/IEC 11801 „Ge- neric cabling for customer premises“. Die DIN EN 50173 (Stand 2007) umfasst 5 Teile: Teil 1: Allgemeine Anforderungen Teil 2: Bürogebäude Teil 3: Industriell genutzte Standorte Teil 4: Wohnungen Teil 5: Rechenzentren Für den Errichter/Installateur gelten neben der DIN EN 50173 weitere wesent- liche Normen. Generell sind bei der Errichtung von Elektro-, Fernmelde- und informationstechnischen Anlagen die VDE 0100 ff., die DIN EN 50174 und die DIN EN 50310 einzuhalten, ebenso DIN 50346, DIN EN 62305 (Teile 3 und 4) bzw. VDE 0185-305-3/-4). Verkabelungsstruktur Ein universelles, strukturiertes Verkabelungssystem gliedert sich in Primär-, Sekundär- und standortspezifischen Bereich, der in Bürogebäuden Tertiärbe- reich genannt wird. Im Folgenden werden die Teile 1 (Allgemeine Anforderun- gen) und