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Via Nubila - am Grund de...
Johann Georg Hagen und die Kosmischen Wolken
1 Thematische Abgrenzung und Vorbemerkungen 1.1 Einführung und Definition der Leitfrage Die Geschichte der Hagenschen Wolken ist außergewöhnlich. Otto Struve und Velta Ze- bergs bezeichnen die Vorgänge rund um die Arbeiten des österreichischen Astronomen Johann Georg Hagen, der in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts ausgedehnte Wolken interstellarer Materie in hohen galaktischen Breiten nur durch visuelle Beobachtungen entdeckt zu haben glaubte, gar als „one of the most fantastic chapters in the history of 20th- century astronomy“2. Und das zu Recht. Geradezu schillernd erscheinen die Forschungs- ergebnisse und die Bemühungen eines einzelnen Astronomen um Anerkennung seiner Beobachtungen und Theorien in der Fachwelt. Dabei entwickelt diese Geschichte ihre Außergewöhnlichkeit vor allem aus dem Zusammentreffen verschiedener bemerkens- werter Aspekte: Sie ist kurz – die wesentliche Zeitspanne, in der die Hagenschen Wolken auf der Tages- ordnung der astronomischen Diskussion standen, betrug kaum zwanzig Jahre. Sie ist anachronistisch – Hagen und seine wenigen Mitstreiter beobachteten
(2009)

