Es war Anfang Mai 1995, als meine Mutter im linken Bein bei län- gerem Stehen oder Belasten einen Krampfschmerz verspürte. Sie ging damals in ein benachbartes Krankenhaus zur Untersu- chung. Dort wurde festgestellt, dass sie einen Venenverschluss im linken Oberschenkel hatte. Ihr wurde angeraten, sich einer Operation zu unterziehen, bei der die Ärzte den Verschluss durch einen Bypass beheben wollten. Zu dem Zeitpunkt war ich selbständig und hatte ein gut gehendes Blumengeschäft, in dem mich meine Mutter mit viel Freude unter- stützte. Sie half kräftig mit und war unter anderem für die Gebinde und die Kränze verantwortlich. Aus diesem Grund wollte sie sich nicht stationär in einem Kran- kenhaus aufnehmen und operieren lassen und suchte daraufhin einen Kardiologen in Kassel auf, der diesen Eingriff ambulant durchführen wollte. Nach der Untersuchung bekam sie einen Termin für den Eingriff. Man gab ihr auch einen Aufklärungsbogen mit, den sie zu Hause in aller