eBooks from Kuno Schedler
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Aktives kommunales Debt ...
Wege zu mehr Effizienz bei der kommunalen Fremdfinanzierung
by Thomas Bieger, Kuno Schedler, and Roland Scherer
1 Einleitung 1.1 Problemstellung und Motivation für das Thema „Die öffentliche Verschuldung … [hat] sich von einem subsidiären zu einem regu- lären Finanzierungsmittel [gewandelt].“ Dies zeigt sich darin, dass zum Ende des Jahres 2005 der Schuldenstand des öffentlichen Gesamthaushaltes in Deutschland 1,447 Billionen € erreicht hat. Der Anteil der Kommunen an der Gesamtverschul- dung beträgt zwar nur ca. 6 %, dennoch ist die Verschuldung der Kernverwaltung aus Krediten, die der Finanzierung von Investitionen dienen (Investitionskredite), mit 83,8 Mrd. € zum Ende des Jahres 2005 sehr hoch. Diese Situation verschärft sich, wenn berücksichtigt wird, dass in diesen Daten die kommunalen Kassenkre- dite – die eigentlich nur zum Ausgleich von kurzfristigen Einnahme- und Ausgabe schwankungen in der Gemeindekasse vorgesehen sind – nicht enthalten sind. Bei der Beurteilung der Verschuldungssituation ist deren Einbezug jedoch angezeigt, da in den letzten Jahren in hohem und wachsendem Ausmaß zur Finanzierung von laufenden Ausgaben auf Kassenkredite zurückgegriffen wird. Das Volumen
(2008)
Die betriebliche Standor...
Von Standortfaktoren zum Standortentscheidungsprozess
by Thomas Bieger, Kuno Schedler, and Roland Scherer
I. Thematische Einleitung 1 Einführung 1.1 Problemstellung Seit einigen Jahren kann weltweit ein Wettbewerb von Standorten und Unternehmen festgestellt werden, der immer dynamischer wird. Treibende Kräfte sind v. a. der Abbau internationaler Handels- und Investitionsbarrieren, Innovationen in den Informations- und Kom- munikationstechnologien und die Entwicklung neuer Fertigungs- technologien und Organisationsformen (Bieger/Scherer, 2003) sowie neue Wachstumsmärkte, sinkende Transportkosten und kürzere Produktlebenszyklen (Frey/Gmünder, 2003). Die veränderten Rah- menbedingungen haben direkte Folgen für die Unternehmen als Standortnachfrager einerseits und indirekt auch für die Regionen als Standortanbieter andererseits. Konkret führen die genannten Treiber dazu, dass Unternehmen in ihren Standortentscheidungen freier werden (vgl. Decker/Crompton, 1993). Sie können für ihre Leistungserstellung den Ort wählen, der ihnen die besten Bedingungen bietet, wo ihnen die Produktionsfak- toren (Arbeitskräftepotenzial, Vernetzungsmöglichkeiten mit ande- ren Firmen, Infrastruktur, Steuern u. v. m.) am meisten zusagen. Mit anderen Worten: Es eröffnen sich den Unternehmen neue räumliche Möglichkeiten in der Optimierung des betrieblichen Standortes
(2008)

