eBooks from Helmut Schanze
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Handbuch der Mediengesch...
Vorwort Handbücher antworten auf einen Bedarf an gesichertem Wissen und an Übersicht in einem abgrenzbaren Feld. Ein so junger und zugleich in die Vorzeit der Menschheit zurückreichender Bereich wie jener der Medien aber kann kaum mit jener Sicherheit bear- beitet werden, wie dies vielleicht mancher Nutzer eines Hand- buchs erwarten mag. Nicht ohne Grund spricht man gegenwärtig von einer neuen medialen Unübersichtlichkeit. Die Systematik der Medien hat einen hohen Differenzierungsgrad erreicht. Die Rede von der Konvergenz aller alten Medien im Neuen Medium »Computer« ist ein Versprechen auf Vereinheitlichung. Seine Einlösung aber hängt von der Beantwortung der Frage ab, was denn die alten und die jeweils neuen Medien waren und wofür sie standen. Dies ist die Grundfrage der Mediengeschichte. Sie orientiert in der Medienvielfalt der Gegenwart durch Rückgriff in die Vergangenheit der Medien am Faden der Zeit. Das vorliegende Handbuch ist in mehrfacher Hinsicht ein Experiment. Zum einen kann es den
(2001)
Literarische Romantik
Vorwort des Herausgebers Das von den ›Romantikern‹ erkundete ›Leben, als Buch‹ ist auch heute noch präsent, als ›Content‹ der öffentlichen Medien wie auch als heimeliger Rückzugsort ins private Glück. Demgegenüber sind von der aktuellen Romantikforschung die progressiven literarischen Verfahren, die Rationalitäten der Romantik, in Anschlag gebracht worden. Zum Programm wurden sie in der Folge der großen intel- lektuellen und politischen Umwälzungen am Ende des 18. Jahrhun- derts: der Französischen Revolution und der Ermächtigung des Sub- jekts in der ›Kantischen‹ Philosophie. 1808 gilt als das ›Wendejahr‹ der Romantik. Politisch in Dienst ge- nommen wurde sie im Kampf gegen das französische Kaiserreich im Sinne einer Restauration alter Verhältnisse, aber auch, in der Folge, von den europäischen Liberalismen. Die Aufteilung in ›Frühroman- tik‹, ›Hochromantik‹ und ›Spätromantik‹, wie sie üblicherweise für die ›Deutsche Romantik‹ vorgenommen wird, wird vom Begriff der ›Europäischen Romantik‹ aufgehoben, ohne deren politisch-gesell- schaftliche Funktion und Funktionalisierung zu unterschätzen. Stets wird
(2008)

