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Lebenszufriedenheit bei alleinerziehenden Frauen
Eine biographischvergleichende Analyse.
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Der empirische Teil der Arbeit basiert auf Befragungen von acht in Berlin lebenden allein erziehenden und beruflich eingebundenen Frauen, die sich prinzipiell als zufrieden mit ihrer Lebenssituation charakterisierten. Die biographischen Befragungen zur Lebenszufriedenheit erfolgten v. a. qualitativ über halbstrukturierte Interviews aber auch quantitativ mittels elf verschiedener Ratingskalen. Als Ergebnis wurden mittels Komparativer Kasuistik (Jüttemann, 1990) Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum biographischen Verlauf, zu Einflussfaktoren und Ausprägungsgraden sowie zu individuellen Definitionen und Bedingungen von Lebenszufriedenheit zwischen vier ledigen und vier getrennt lebenden Alleinerziehenden eruiert. Dabei sahen die getrennt lebenden Frauen u. a. mehr Vorteile der Einelternschaft als die befragten ledigen Frauen, die nie mit dem Kindesvater zusammengelebt hatten. Zudem wurde mittels Typenbildung (Gerhardt, 1999) festgestellt, dass sich die fünf sehr zufriedenen bzw. zufriedenen Frauen der Studie hinsichtlicher ihrer kognitiv-emotionalen Verarbeitungsstrategien wesentlich von den drei Frauen der Studie unterschieden, die sich lediglich als etwas zufrieden erlebt hatten. U. a. erwiesen sich Zukunftsorientierung, Eigenverantwortlichkeit, Selbstbewusstsein und Selbstbestimmtheit als wohlbefindenssteigernd. Insgesamt zeigt die biographisch-vergleichende Studie Voraussetzungen und Bedingungen auf, unter denen Lebenszufriedenheit vermehrt möglich ist und gibt Anregungen, das Wohlbefinden gezielt zu erhöhen. Somit werden Denkanstöße für Arbeitspläne in Psychotherapie und Beratung vermittelt.
Online-version im Universitätsverlag der TU Berlin (www.univerlag.tu-berlin.de) erschienen
Book Details
Authors
Series
Forum Komparative Kasuistik
Publishers
Universitätsverlag der TU Berlin
Publication year : 2010
License: All rights reserved ©
Times read: 100

