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DDR - Erinnern, Vergessen
Das visuelle Gedächtnis des Dokumentarfilms
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Das Buch beschäftigt sich mit Dokumentarfilmen aus der und über die DDR sowie über deren Nachle-ben. Bekannte und nahezu vergessene Filme werden als Teil des visuellen Gedächtnisses neu be-trachtet, wobei Fragen nach ästhetischen Konzepten im Spannungsfeld zwischen Ideologie und genauer Realitätsbeobachtung und nach geschichtlichen Wandlungen ebenso nachgegan-gen wird wie den Möglichkeiten und Grenzen des dokumentarischen Erinnerns. ________ Schon in den Entstehungsjahren der DDR dienten Dokumentarfilme der Identitätsstiftung und ideologischen Selbstversicherung, sie propagierten eine neue Gesellschaft und konstruierten die dazu passenden Geschichtsbilder. Später reflektierten Filme dieser Gattung in genauer Beobachtung das widersprüchliche Leben im real existierenden Sozialismus und hielten zuletzt das Scheitern des zweiten deutschen Staates fest. Heute erinnern Dokumentarfilme über die DDR an eine verschwundene Gesellschaft und an Biographien, die von ihr geprägt worden sind. Als Gedächtnismedium bewahren sie Vergessenes und fordern zu einem Erinnern heraus, das sich an den gängigen Formeln reibt. Der vorliegende Band beschäftigt sich mit Dokumentarfilmen aus der und über die DDR, aber auch über deren Nachleben als Teil des visuellen Gedächtnisses. Bekannte und nahezu vergessene Filme werden neu betrachtet, wobei Fragen nach ästhetischen Profilen, nach den großen und den feinen Unterschieden im Spiel zwischen Ideologie und Realitätssuche und nach den Wandlungen der Geschichte ebenso nachgegangen wird wie den Möglichkeiten und Grenzen des dokumentarischen Erinnerns.
Book Details
Editors
Tobias Ebbrecht, Hilde Hoffmann, and Jörg Schweinitz
Series
Allgemeines Programm Film
Categories
Publishers
Publication year : 2009
License: All rights reserved ©
Times read: 209

