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Ästhetik und Geschichte
Geschichtstheoretische Untersuchungen zum Begründungszusammenhang von Kunst, Gesellschaft und Wissenschaft
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- Jörn Rüsen: Ästhetik und Geschichte
- Impressum
- Inhalt
- Vorwort
- Kunst, Gesellschaft, Bildung – Perspektiven ihres Zusammenhangs
- Die Vernunft der Kunst – Hegels geschichtsphilosophische Analyse der Selbsttranszendierung des Ästhetischen in der modernen Welt
- Ästhetik als Geschichtstheorie
- Historismus und Ästhetik – Geschichtstheoretische Voraussetzungen der Kunstgeschichte
- Über einige Beziehungen zwischen Ästhetik, Historik und Didaktik
- Anmerkungen
- Bibliographische Nachweise
- Verzeichnis der zitierten Literatur
- Personenregister
Originalausgabe: J.B. Metzlersche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 1976
Die folgenden Aufsätze behandeln Sachverhalte, für die unterschiedliche Wissenschaften (Philosophie, Geschichts- und Sozialwissenschaften, Literatur- und Kunstwissenschaften, Pädagogik) zuständig sind. Kein Einzelner wird dafür insgesamt Kompetenz beanspruchen dürfen. Daher werden die hier zusammengestellten Versuche, fachübergreifende Problemstellungen zu entwerfen und Lösungen vorzuschlagen, sich dem Vorwurf des Dilettantismus, der Einseitigkeit und empirisch nicht gesicherter Spekulation zu stellen haben. Daß sie dennoch unternommen worden sind, kann nur dadurch gerechtfertigt werden, daß die meisten, wenn nicht alle in Frage kommenden Wissenschaften gegenwärtig einen Wandlungsprozeß durchmachen, der unausweichlich auch für die Fachleute fachtranszendierende Fragestellungen aufwirft und forschungspraktisch bedeutsame neue Konstellationen der Fächer zueinander ergibt.
Vorgebahnte Wege der fachwissenschaftlichen Erkenntnisarbeit zu verlassen, ist ein zweifelhaftes Vergnügen. So sehr es einerseits befriedigen mag, Zusammenhängen in der Interpretation von Kunst und Literatur nachzugehen, die durch die traditionelle Arbeitsteilung zwischen den jeweils zuständigen Wissenschaften verdeckt worden sind, so wenig befriedigt es andererseits, die angesprochenen Phänomene nicht in der Gründlichkeit behandeln zu können, wie es in der fachlichen Forschung selbstverständlich ist. Wer Grundlagenprobleme aufwirft, darf des Beifalls derjenigen sicher sein, die aus den verschiedensten Gründen mit dem jeweils kritisch in Frage gestellten Wissenschaftsbetrieb unzufrieden sind; daß sich die Behandlung der Grundlagenprobleme besonders dann, wenn sie mehrere Wissenschaften zugleich betrifft, notwendig in einigen Hinsichten der Oberflächlichkeit schuldig macht, dürfte keinen Beifall, sondern höchstens Entschuldigungen beanspruchen. (Aus dem Vorwort)
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Publication year : 2008
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