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Störgrösse "F". Frauenstudium und Wissenschaftlerinnenkarrieren an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin – 1892 bis 1945
Eine kommentierte Aktenedition
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Mit der soeben erschienenen Aktenedition wird erstmalig eine umfassende und kommentierte Quellendokumentation veröffentlicht, die in exemplarischer Weise die Etappen des Frauenstudiums und des Zugangs von Frauen zur wissenschaftlichen Karriere in Deutschland im Zeitraum von 1892 bis 1945 abbildet. Es werden Dokumente des Archivs der Humboldt-Universität zu Berlin präsentiert, die die Geschichte von Frauen in der akademischen Bildung mit all ihren Erfolgen und Brüchen lebendig und die vergeschlechtlichte Ordnung der Universität als Wissenschaftsinstitution und Ort der Wissensproduktion erkennbar werden lassen. Der Band bietet Quellenmaterial für die universitäre Lehre, z.B. für quellenkritische Übungen in der Geschichts- und Kulturwissenschaft sowie in den Gender Studies, und soll weitere biografische und Hochschulvergleichende Forschungsarbeiten im Bereich der Frauen-, Geschlechter- und Wissenschaftsgeschichte anregen. Aufbau und Inhalt der Edition Für die Edition wurde ein chronologisch-systematisches Gliederungssystem gewählt. Sie ist in zwei große Zeitabschnitte, die sich an politischen und geschlechterpolitischen Zäsuren orientieren, und in insgesamt zwölf Kapitel gegliedert. Der erste Teil der Edition präsentiert Dokumente aus der Zeit von 1892 bis 1933, d.h. vom Beginn der Debatte um die Zulassung von Frauen zum Universitätsstudium bis zum Ende der Weimarer Republik. Am Ende dieses Zeitabschnitts waren bereits 22 % der Studierenden der Friedrich- Wilhelms-Universität Frauen, 14 Frauen hatten habilitiert und mit Lise Meitner lehrte die erste außerordentliche Professorin an der Universität. Der zweite Teil der Edition umfasst den Zeitabschnitt der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland von 1933 bis 1945. In dieser Zeit wurden die Studienmöglichkeiten von Frauen in den ersten Jahren zunächst eingeschränkt und die Möglichkeit zur Habilitation wieder unmöglich gemacht. Politisch verfolgte und von den Nationalsozialisten als „jüdisch“ klassifizierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende wurden von der Universität vertrieben. Diese politischen Rahmenbedingungen blieben bis zum Kriegsende weitgehend bestehen.
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Publication year : 2010
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