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Interkulturelle Singer-Studien
Zu Leben und Werk Kurt Singers
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Kurt Singers Lebenswerk, das mit dem Beginn der Nazi-Ära fast vollständig in Vergessenheit geriet, ist in neuester Zeit in Ausschnitten gewürdigt worden, als sein außerordentlich aussagekräftiges Japanbuch ›Spiegel, Schwert und Edelstein‹ mit der späten Übersetzung endlich auch im deutschsprachigen Raum einen größeren Leserkreis fand. Kurt Singer hat sich jedoch nicht nur mit dieser großartigen kultursemiotischen Studie einen Namen gemacht; von ihm stammt ebenso die Untersuchung ›Das Geld als Zeichen‹ (die erste semiotische Habilitationsschrift in Deutschland) und die an Georg Simmel anknüpfende Untersuchung ›The Idea of Conflict‹, deren kommuniskationswissenschaftliche Tiefe und Breite noch gänzlich unausgelotet sind. Es hieße, Kurt Singer neuerlich zu verkürzen, wenn nicht der Platonforscher Singer Beachtung fände und sein Lebenswerk in engsten Zusammenhang mit dem Wirken Stefan Georges gestellt würde. Der vorliegende Band versammelt die Beiträge eines Kurt-Singer-Symposiums, das an der Universität Gesamthochschule Essen stattfand. Dabei ging es in erster Linie darum, in einer möglichst breit angelegten kritischen Bestandsaufnahme dem vielfältigen Wirken Kurt Singers nachzuspüren; direkt daran anknüpfend diente das Symposium aber auch dem Versuch, verschüttete Quellen und kritische Anknüpfungspunkte zu finden, die in kommunikationswissenschaftlicher, (kultur-)semiotischer, literaturwissenschaftlicher und wissenschaftsgeschichtlicher Absicht aufgenommen werden sollten. Nicht zuletzt diente es dazu, einem bedeutenden, von den Nazis verfemten deutschen Wissenschaftler eine späte Reverenz zu erweisen.
Book Details
Editors
Achim Eschbach, Viktoria Eschbach Szabo, and Nobuo Ikeda
Categories
Literary Criticism > Asian > General
Publishers
Publication year : 2002
License: All rights reserved ©
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