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Meine erstaunliche Fremdheit!
Zur poetischen Topographie des Fremden am Beispiel von Wolf Dieter Brinkmanns Reiselyrik
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Wie oder von woher soll man vom Fremden sprechen, ohne ihm seine Fremdheit zu rauben? Mit dieser Fragestellung gab der Philosoph Bernhard Waldenfels einen Maßstab vor, mit dem die Angemessenheit jeder Artikulation von Fremderfahrung beurteilt werden kann. Die vorliegende Arbeit versucht, Waldenfels’ phänomenologische Argumentation auch für die Analyse von Literatur nutzbar zu machen. Reiseliteratur als spezifische Möglichkeit, Fremdes in den Blick zu fassen, wird hier exemplarisch im Hinblick auf das lyrische Werk eines Autors untersucht, das aufgrund seiner Vielfalt das Prädikat einer veritablen Reisepoesie verdient: Rolf Dieter Brinkmanns Gedichtband „Westwärts 1&2". Meine erstaunliche / Fremdheit! hatte er im titelgebenden Gedicht formuliert, und es ist Ziel dieser Arbeit, der von Brinkmann beschriebenen Fremdheit in den verschiedenen für ihn wichtigen, kulturell markierten Räumen (England – Italien – USA – aber auch das „innere Ausland" BRD, sowie Orte von wechselnder Identität im Sinne von Foucalts „Heterotopien") in diesen Texten nachzugehen. Dazu gehört auch ihre Relevanz für die interkulturelle Vermittlung von Deutsch als Fremdsprache.
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Publication year : 2003
License: All rights reserved ©
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