Robert Musil - Ironie, Satire, falsche Gefühle

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Seit Mitte der 1920er Jahre treten in Robert Musils Werk zunehmend ironische und kritische Töne auf. Sein Hauptwerk, der Roman Der Mann ohne Eigenschaften (1930-1932), präsentiert ein Panoptikum falscher Weltanschauungen, während der immer noch zu selten beachtete Nachlaß zu Lebzeiten (1935/36) bissige Zeitdiagnose in satirischen Kurztexten versammelt. Die Autoren dieses Bandes folgen Musils kritischen und polemischen Denkanstößen und demonstrieren deren philosophische Relevanz. Dabei werden auch die kritische Rezeption Nietzsches und der >Weltanschauungsphilosophie< sowie Bezüge zu Scheler und zur Gegenwartsphilosophie berücksichtigt. Anhand literaturhistorischer Vergleiche mit dem französischen Roman (Stendhal, Flaubert) und Autoren aus seinem Umfeld (Kafka, Kraus, Roth) wird Musils eigene Position deutlicher bestimmt. Ausdrücklich tritt neben die Analyse des ironisch-satirischen Stils Musils die Auseinandersetzung mit den Gegenständen seiner Kritik: Dummheit, Kitsch und falschen Gefühlenï.

Seit Mitte der 1920er Jahre treten in Robert Musils Werk zunehmend ironische und kritische Töne auf. Sein Hauptwerk, der Roman »Der Mann ohne Eigenschaften« (1930-1932), präsentiert ein Panoptikum falscher Weltanschauungen, während der immer noch zu selten beachtete »Nachlaß zu Lebzeiten« (1935/36) bissige Zeitdiagnose in satirischen Kurztexten versammelt. Die Autoren dieses Bandes folgen Musils kritischen und polemischen Denkanstößen und demonstrieren deren philosophische Relevanz. Dabei werden auch die kritische Rezeption Nietzsches und der >Weltanschauungsphilosophie< sowie Bezüge zu Scheler und zur Gegenwartsphilosophie berücksichtigt. Anhand literaturhistorischer Vergleiche mit dem französischen Roman (Stendhal, Flaubert) und Autoren aus seinem Umfeld (Kafka, Kraus, Roth) wird Musils eigene Position deutlicher bestimmt. Ausdrücklich tritt neben die Analyse des ironisch-satirischen Stils Musils die Auseinandersetzung mit den Gegenständen seiner Kritik: Dummheit, Kitsch und ‚falschen Gefühlen’.

Mit Beiträgen von Bernhard Böschenstein, Jacques Bouveresse, Stéphane Gödicke, Villö Huszai, Stefan Imhoof, Patrizia Lombardo, Catrin Misselhorn, Dominik Müller, Kevin Mulligan, Philip Payne, Gerhard Schurz, Peter Utz, Florence Vatan, Armin Westerhoff.

Kevin Mulligan, geb. 1951, Studium der Philosophie am Trinity College, Cambridge, und in Tübingen, Promotion Manchester 1980, seit 1986 ordentlicher Professor für analytische Philosophie an der Universität Genf. Veröffentlichungen zur analytischen Metaphysik, zur Philosophie des Geistes und zur Geschichte der österreichen Philosophie von Bolzano bis Wittgenstein. --------------------------- Armin Westerhoff, geb. 1967, Studium der Germanistik, Philosophie und der englischen Literatur in Heidelberg, Aberystwyth/Wales und Genf. Lehrtätigkeit an den Instituten für Germanistik der Yale University, RWTH Aachen und der Universität Genf. Seit 2005 Lehrer für Deutsch am Collège de Genève. Forschungsschwerpunkte: Literatur und Philosophie, Goethe, Musil

Kevin Mulligan, geb. 1951, Studium der Philosophie am Trinity College, Cambridge, und in Tübingen, Promotion Manchester 1980, seit 1986 ordentlicher Professor für analytische Philosophie an der Universität Genf.Veröffentlichungen zur analytischen Metaphysik, zur Philosophie des Geistes und zur Geschichte der österreichen Philosophie von Bolzano bis Wittgenstein.---------------------------Armin Westerhoff, geb. 1967, Studium der Germanistik, Philosophie und der englischen Literatur in Heidelberg, Aberystwyth/Wales und Genf. Lehrtätigkeit an den Instituten für Germanistik der Yale University, RWTH Aachen und der Universität Genf. Seit 2005 Lehrer für Deutsch am Collège de Genève.Forschungsschwerpunkte: Literatur und Philosophie, Goethe, Musil

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Packtpublishing

Book Details

Editors

Armin Westerhoff and Kevin Mulligan

Categories

Philosophy > History & Surveys > Modern

Publishers

mentis

Publication year : 2009

License: All rights reserved ©

Times read: 189

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